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FERTIG, LOS!

Drei Jahre nach ihrem Debüt "Das Herz ist ein Sammler" hat die Münchner Gitarrenband Fertig, Los! ihr zweites Album fertig gestellt, das den Titel "Pläne für die Zukunft" trägt. Und bereits die erste Single "Wenn du mich brauchst" zeigt, welche Finesse, Sorgfalt und Ernsthaftigkeit Gitarrist und Sänger Philipp Leu, Bassistin Julia Viechtl und Schlagzeuger Florian Wille bei der Weiterentwicklung ihrer Musik walten ließen. Alle Qualitäts-Merkmale, die die Band bereits 2007 auszeichnete, sind nach wie vor vorhanden. Doch man spürt sofort, mit welchem Enthusiasmus und mit welcher Konsequenz an jedem noch so winzigen Detail geschraubt wurde, um den Sound und das Bild von Fertig, Los! zu optimieren und zu schärfen. Ein Prozess, an dem die ca. 200 Livekonzerte in den vergangenen Jahren mit Sicherheit nicht ganz unschuldig waren, die die Band u.a. im Vorprogramm von P!nk, Wir Sind Helden, The Rifles, Silbermond und Sportfreunde Stiller absolvierte.

Fertig, Los!

In punkto Produktions-Set-Up setzten Fertig, Los! auf frische Kompetenz. Wie einige andere Stücke des Albums entstand die fast schon beängstigend packende Vorabsingle "Wenn du mich brauchst" in Zusammenarbeit mit den Produzenten Patrik Berger und Jochen Naaf in Köln und Stockholm. "Der Sound ist viel düsterer und intensiver als auf dem ersten Album", erklärt Drummer Flo. Inhaltlich verhandelt Sänger (und Texter) Philipp Leu derweil die Folgen und Begleitumstände bedingungsloser Liebe: "Ich habe mir vorgestellt, dass ich ein Förster bin, der durch den Wald streift und ein Reh verfolgt, seine Kreidemarkierungen macht, versucht, das Reh zu zähmen. Im Grunde geht es um bedingungslose Liebe. Wie man sie z.B. für ein Tier empfindet. Man verlangt nichts zurück, man ist einfach da für das Reh, völlig selbstlos - bis zur Selbstaufgabe. Man passt sich seiner Umgebung an, um nicht aufzufallen. Alles was man will, ist dem schönen Geschöpf nahe zu sein. Jeder weitere Schritt ist völlig utopisch, denn die Kommunikation mit einem Reh gestaltet sich äußerst schwierig. Umso absurder erscheint der Wunsch, per Fax oder Telefon in einen Dialog zu treten."

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