KLEE
Als im Jahr 2001 der Startschuss für Klee fiel, hatten Suzie, Sten und Tom schon als Ralley eine kleine Odyssee hinter sich. Mit den beiden Alben „Ralley“ (1997) und „1,2,3,4“ (1999) konnte das Trio erste Duftmarken setzen und eine kleine eingeschworene Fangemeinde gewinnen, die von naiv-charmanten Songs wie „Zelten“ begeistert waren. Schnell waren Ralley mehr als nur ein Geheimtipp unter Indie-Insidern. Ein Autounfall gebot der Karriere der aufstrebenden jungen Gitarrenpopband jähen Einhalt. Dann der Neubeginn. „Erinner dich“. Ein wunderbar nostalgischer Song, der schon immer da gewesen zu sein schien. Titelsong der letzten Popkomm in Köln. Und die erste Chartnotierung. Auf ihrem Debütalbum „Unverwundbar“ (2003) dominierte dann ganz klar der Elektro-Pop, hatten sie den Fahrtwind elektronischer Musik geschickt aufgenommen und klangen mitunter wie die deutsche Antwort auf Air.
Mit ihrem zweiten Album „Jelängerjelieber“ (2004) setzten Klee ihren Kreuzzug blumig formulierter Popromantik fort. „Gold“ war der große Hit des Albums, der bis heute nachwirkt. Gerade erst hat Givenchy die englische Version von „Gold“ für die internationale Werbekampagne des neuen Parfüms L?Ange ou Demon auserkoren. Überhaupt genießen Klee im Ausland einen exzellenten Ruf, was sicherlich auch daran liegt, dass das kleine schmucke Label Minty Fresh das Album „Jelängerjelieber“ unter dem Namen „Honeysuckle“ in den USA veröffentlichte. Nicht wenige Kritiker, die sich für die lockere Mischung aus deutschen und englischen Titeln begeistern konnten, nennen Klee in einem Atemzug mit anderen europäischen Pop-Exporten wie Air, Coldplay und New Order. Mit der Single „2 Fragen“ landeten Klee einen weiteren Coup: Seit mehr als zwei Jahren untermalt dieser Song inzwischen die TV-Kampagne von Die Gesellschafter, einer Aktion-Mensch-Initiative für eine lebenswertere Gesellschaft. Ein Anliegen, das Klee, für die das richtige soziale und politische Engagement seit jeher eine Selbstverständlichkeit ist, voll und ganz unterstützen.
Mit dem dritten Album „Zwischen Himmel und Erde“ präsentierten sich Klee auf dem Cover erstmals als fünfköpfige Band, ein Indiz auch dafür, dass das aus Daniel und Pele bestehende Rhythmusgespann stärker in die Band integriert wurde. Klee haben hier ihren musikalischen Horizont wiederum deutlich erweitert und die weit mehr als 100 Konzerte, die sie innerhalb eines Jahres gegeben hatten, schienen auch ihren Melodienreichtum deutlich verstärkt zu haben. Das Album avancierte mit der direkten Notierung in den deutschen Top 20 zu ihrem bis dato größten kommerziellen Erfolg. Dabei veranschaulichten die Singles „Die Stadt“, „Liebe mich leben“ und „Dieser Fehler“ ebenso gut die Klasse der Band wie die Special Edition des Albums, die auf einer DVD das komplette Abschlusskonzert Der „Zwischen Himmel und Erde“-Tour aus dem Kölner „Gloria“ enthielt: Vor heimischer Kulisse liefen Suzie & ihre Jungs zu ganz großer Form auf. Für die Special Edition des neuen Albums „Berge versetzen“ haben sich Klee, neben einigen tollen, exklusiven Bonus-Songs, erneut ein Dankeschön an ihre Fans überlegt: eine einstündige DVD mit der anekdotenreichen Klee Geschichte - von Damals bis Heute.
Wie sie es in „Zwei Herzen“ so mit- wie auch hinreißend auf den Punkt bringen, vereinen Klee mit ihrem unverkennbaren Stil aus sensiblen akustischen Arrangements und packenden Elektrohooks, aus nachdenklichen Lyrics und knalligen Tanzhits, aus Melancholie und Zuversicht scheinbar unüberwindbare Gegensätze mit einer Leichtigkeit, wie nur Pop in seiner reinsten Essenz sie zu vermitteln vermag: Klee 2008, das sind Schmetterlinge im Bauch und Hummeln im Hintern; Musik, die Seele und Hüfte gleichermaßen in Schwingungen versetzt.
Klee begeben sich mit „Berge versetzen“ auf das nächste Level, ihre von Klarheit und Transparenz geprägten Songs symbolisieren stärker denn je das Streben nach Glück als ehernes Gesetz der Popmusik.
